Donnerstag, 6.8.20206
Heute ist der letzte Tag unserer wunderschönen Radreise, der 4. Tag der Rückreise und der 11. Tag gesamt.
Es geht mit geplanten 128 Kilometern und 640 Höhenmetern über Landeck weiter nach Innsbruck und von dort am Abend mit dem Zug bzw. mit dem Bus zurück in die Heimat, wo wir erst so gegen Mitternacht ankommen werden!
Lt. den Wettervorhersagen müssen wir damit rechnen etwas nass zu werden, aber warten wir erst mal ab. So ist der Ausblick vom Fenster unseres Quartiers um 06:15 Uhr:
"Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück" hat einmal ein weiser Mann gesagt.
Auch unser letzter Tag begann am sehr gut bestückten Frühstückbuffet. Da die heutige Route keine größeren Anstiege aufweist und mit ca. 130 Kilometern, die zumeist bergab gehen, nicht zu schwierig werden sollte, genossen wir unser letztes gemeinsam Frühstück.
Um 8:25 Uhr - die Sonne ist mittlerweile auch schon durch die Wolken gebrochen - starten wir - immer schon bergab - in den letzten Tag.
Schon nach wenigen Minuten überqueren wir die Grenze nach Österreich und kommen ins Schigebiet Nauders.


Kurz nach einem Tunnel zwingt uns eine Umleitung aufgrund eines Fahrverbots für Fahrräder von der bestens ausgebauten Bundesstraße auf eine steil begab führenden Schotterweg durch den Wald.
Bei der Burg Altfinstermünz führt eine alte Holzbrücke über den Inn. Ab hier radeln wir fast ausschließlich am Innradweg bis Landeck und danach weiter nach Innsbruck.
Nach den ersten Kilometern des Innradweges auf Schotterwegen kommt wieder Asphalt unter unsere Räder.
In Pfunds wurden wir sogar mit einem Herz empfangen! 💛 Vor der "Langen Brücke" auf der wir wieder mal den Inn überqueren legen wir noch eine kurze Rast ein. Die "Älteren" beanspruchten die wenigen Sitzplätze sofort für sich! 😂
Nachdem der Radweg nach einigen Kilometern plötzlich nicht mehr weiter ging und wir uns das lange Zurückradeln ersparen wollten, nahmen wir eine steile Abkürzung hinauf zur Hauptstraße.
In Landeck wartete bereits Siegfried auf uns und wir legten eine kurze Pause ein.
Da die Wetterbericht für den Nachmittag Regenschauer und Gewitter vorhersagte, hielten wir uns nur kurz in Landeck auf und radelten weiter nach Zams.
Da der Roppener Tunnel ein reiner Autobahntunnel ist, brachte uns wieder eine kleine Bergwertung ins Schwitzen. Auch die Umfahrung führte durch einen kürzeren Tunnel und der starke Verkehr forderte vollste Konzentration und Aufmerksamkeit von uns.
Zum Glück konnten wir schon bald wieder auf den Radweg abbiegen und es ging wieder entspannter weiter.
In Stams in unmittelbarer Nähe des Stiftes und der Schisprungschanze erwartete uns Siegfried wieder und kurz nach halb Zwei gab es eine kurze Jausenpause.
Aufgrund einer Wetterwarnung mit schweren Gewittern für den Großraum Innsbruck saßen wir noch vor 14:00 Uhr schon wieder auf unseren Rädern und radelten mir Vollgas (meist 30 - 35 km/h) - mit der "Lokomotive" Heribert vorne im Wind - in Richtung Innsbruck.
Während sich vor uns die Wolken etwas lichteten, zogen sich hinter uns die dunklen Wolken immer mehr zusammen und ab und zu waren schon die ersten Regentropfen zu spüren.
Doch radelten wir schneller als die Wolken hinter uns nachfolgten.
Um 15:20 erreichten wir den Stadtrand von Innsbruck und schon eine Viertelstunde später kamen wir - fast ausschließlich auf einem Radweg unterwegs - zu unserem Ziel, dem Hauptbahnhof Innsbruck
GESCHAFFT! Wir haben das letzte Ziel unserer 11-tägigen Radreise erreicht!
Wem nun aufgefallen ist, dass Heri auf diesem Foto nicht zu sehen ist, und vielleicht vermutet nur sein Finger zu sehen ist, weil er dieses Foto geschossen hat, der irrt sich. Heri stieß erst ein paar Minuten nachdem dieses Fotos entstand zu uns. Er hatte sich am Stadtrand von Innsbruck von uns getrennt - da benötigten wir seine kräftige (stundenlange) Führungsarbeit nicht mehr - und sammelte so nebenbei noch einige "passathon-Ziele" (https://passathon.at/) in Innsbruck ein!
Mittlerweile hatte auch Siegfried mit dem Begleitbus den Hauptbahnhof erreicht und - was mit dem hohen Bus gar nicht so einfach ist - auch einen Parkplatz in der Nähe gefunden. So konnten wir unserer Räder für den Heimtransport verladen und die Zugfahrer sich noch umziehen.
Da der Bus in einer Seitenstraße stand, kam es zu keinem Verkehrschaos in Innsbruck, ob so viel zur Schau gestellter Kraft und Männlichkeit!!! 💪💪💪😂😂😂
Zum Glück kam auch die Polizei nicht vorbei und strafte uns wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses"!
Erst jetzt begann es zu regnen und zum Glück auf nur leicht, so dass wir auch noch in der Stadt ein Lokal für unser "letztes Abendmahl" suchen konnten. Unser Wahl viel - als Reminiszenz an Italien - auf "Die Pizzerei", ein empfehlenswertes Lokal, mit ausgezeichneten Pizzen und freundlichem Personal!
Auch ein letzte Eis gab es noch zur Belohnung ...
... und ein Besuch beim Goldenen Dachl!
UPS! Das ist das falsche! 😅
Jetzt aber flott zurück zum Bahnhof, der Zug fährt um 18:48 Uhr!
Thomas ist wie immer die "Ruhe in Person" und macht sich keine Stress!
Im Zug war ausreichend Platz, um sich die Heimfahrt so richtig gemütlich zu machen!
Siegfried und Manfred fahren mit dem Gepäck, und den Rädern mit dem "Zwillings"-Bus über die Autobahn zurück.
Kurz vor bzw. kurz nach Mitternacht sind wir alle nach 11 zwar anstrengenden aber wunderschönen Tagen wieder wohlbehalten und glücklich in Linsberg, Wieden, St. Margarethen und Roggendorf angekommen!
LG
Die "LINSBERG-RADLER"
Die Daten des 11. Tages:
Streckenlänge: 134 km
Fahrzeit: 05:31
1970 Schnitt: 24,2 km/h
Höhenmeter rauf: 520 HM
Höhenmeter runter: 1.460 HM
Hier unsere geradelten Kilometer, Höhenmeter und Zeiten zusammengefasst: